Verfasst von: Torsten Matzak | 20/09/2009

Diavortrag im Karlsgymnasium München

 

Ingrid Bucher, Direktorin des Karlsgymnasiums

Ingrid Bucher, Direktorin des Karlsgymnasiums

Seit vielen Jahren unterstützt das Karlsgymnasium in Pasing – unter anderem durch seinen Adventsbasar – ein privates Hilfsprojekt in Denchemouso in Ghana. Sebastian Prothmann, ein Student der Geographie, hatte ein halbes Jahr als Englischlehrer in Denchemouso gearbeitet.

Mit einem Diavortrag berichtete er den Kollegiaten des Karlsgymnasiums von seinen Erfahrungen und Erlebnissen. Im Anschluss daran konnten die Schülerinnen und Schüler mit dem Gründer des Projektes, Albert Kofi Osei-Wusu, und Mitgliedern des Deutsch-Ghanaischen Freundschaftskreises sprechen.

Altlasten

Ziel der Veranstaltung war es, einerseits den Sinn und die Problematik von Hilfsprojekten in Afrika zu verdeutlichen und andererseits, Interesse daran zu wecken, einmal selber eine kurze Zeit bei diesem oder einem anderen Projekt mitzuarbeiten. In seinem Diavortrag führte Prothmann durch die Geschichte und die Gegenwart Ghanas und zeigte die Schönheiten der verschiedenen Landschaften. Bilder der zahlreichen Burgen an der „Sklavenküste“ belegen aber auch, dass es durchaus historische Pflicht Deutschlands ist, den Afrikanern heute zu helfen: Das Bild einer preußischen Burganlage beweist nämlich, dass auch Deutsche an dem grausamen Sklavenhandel beteiligt waren. Spuren des Kolonialzeitalters sind auch die recht heruntergekommenen Häuser im Kolonialstil. Doch in Accra, der Hauptstadt, beeindrucken die vielen modernen Bürohochhäuser in der City: Der Gegensatz zwischen den Großstädten und den abgelegenen Dörfern im Norden das Landes ist groß – hier kann man zum Beispiel eigenartig schöne Moscheen aus Lehm bewundern. Das bunte, laute und fröhliche Leben zeigten Bilder vom größten Marktplatz Afrikas in Kumasi, einer Großstadt im Zentrum des Landes.

Ziel der Veranstaltung war es, einerseits den Sinn und die Problematik von Hilfsprojekten in Afrika zu verdeutlichen und andererseits, Interesse daran zu wecken, einmal selber eine kurze Zeit bei diesem oder einem anderen Projekt mitzuarbeiten. In seinem Diavortrag führte Prothmann durch die Geschichte und die Gegenwart Ghanas und zeigte die Schönheiten der verschiedenen Landschaften. Bilder der zahlreichen Burgen an der „Sklavenküste“ belegen aber auch, dass es durchaus historische Pflicht Deutschlands ist, den Afrikanern heute zu helfen: Das Bild einer preußischen Burganlage beweist nämlich, dass auch Deutsche an dem grausamen Sklavenhandel beteiligt waren. Spuren des Kolonialzeitalters sind auch die recht heruntergekommenen Häuser im Kolonialstil. Doch in Accra, der Hauptstadt, beeindrucken die vielen modernen Bürohochhäuser in der City: Der Gegensatz zwischen den Großstädten und den abgelegenen Dörfern im Norden das Landes ist groß – hier kann man zum Beispiel eigenartig schöne Moscheen aus Lehm bewundern. Das bunte, laute und fröhliche Leben zeigten Bilder vom größten Marktplatz Afrikas in Kumasi, einer Großstadt im Zentrum des Landes.

Ziel ist Selbsthilfe

Nahe Kumasi liegt das kleine Dorf Denchemouso, in dem Albert Osei-Wusu 1994 das Vocational Training Centre gründete. Heute werden hier etwa 40 Schülerinnen und Schüler im Schneider- und Batikhandwerk sowie in der Schreinerei und in der Fahrradwerkstatt ausgebildet. Die hergestellten Produkte werden verkauft, damit sich die Schule zum Teil selbst finanzieren kann. Das gesamte technische Equipment stammt aber bisher aus Deutschland. Ziel ist es, dass das Vocational Training Centre bald unabhängig von Hilfe sein wird.

Prothmann berichtete auch von seiner nicht ganz leichten Arbeit als Englischlehrer: Er, der Deutsche, musste die Landessprache Englisch jungen Leuten mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen beibringen. Manche konnten nur Twi, die Stammessprache. Und manche der Schüler seien sogar faul und unpünktlich gewesen, so dass es schwer gewesen sei, ihnen etwas beizubringen.

Deutsch-Afrika-Abend

Insgesamt wurde jedoch deutlich, dass Sebastian Prothmann selbst eine ganze Menge unvergesslicher Erfahrungen und Erlebnisse mit nach Hause nehmen konnte. Besonders die Fröhlichkeit, Freundlichkeit und Gastfreundschaft, trotz bescheidenster Lebensumstände, bewunderte er – und natürlich auch die Schönheit der Landschaften Ghanas.

In der folgenden Diskussion wollten die Schülerinnen und Schüler vor allem praktische Ratschläge für einen Aufenthalt in Westafrika bekommen. Offensichtlich spielen einige von ihnen mit dem Gedanken, sich nach dem Abitur einige Zeit an einem Hilfsprojekt – vielleicht ja auch in Denchemouso – zu beteiligen.

Wer sich für die Thematik interessiert, ist herzlich eingeladen zu einem Deutsch-Afrikanischen Abend am 31. März im EineWeltHaus in der Schwanthalerstraße 80 sowie zu den Treffen des Deutsch-Ghanaischen Freundschaftskreises jeden zweiten Donnerstag im Monat ebenfalls im EineWeltHaus.

Helmar Klier Werbe-Spiegel – 17.01.2006

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